Urlaub im eigenen Garten

Sind die Reisepässe noch gültig? Liegen die Buchungsunterlagen vollständig vor? Wann müssen wir hier abfahren, um den Flughafen rechtzeitig zu erreichen? Alles Fragen, die einen dieses Jahr nicht beschäftigen werden. Denn dieses Jahr heißt das Urlaubsziel: Garten. Klingt für einige öde und langweilig. Aber das liegt nur im Auge des Betrachters. Wer den Blick intensiviert und mehr ins Detail geht, sieht plötzlich ganz viele Vorteile, wenn die freien Tage daheim verbracht werden.

Wecker aus und einen neuen Tagesablauf schaffen

Zugegeben, in den ersten freien Tagen springen die meisten früh aus den Federn. Zu lange musste pünktlich mit dem ersten Hahnenschrei aufgestanden werden. Egal ob im neuen Homeoffice oder um rechtzeitig am Arbeitsplatz zu erscheinen. Das frühe Aufstehen steckt vielen in den Knochen. Doch sobald nach ein paar Tagen der Wecker schweigt, schleicht sich ein neuer Rhythmus ein. Sie werden merken, dass Sie ein wenig länger schlafen können und fühlen sich erholter. Natürlich kommen Erwachsene nicht mehr auf das Schlafpensum eines Teenagers, der gefühlt bis weit nach Mittag schläft. Aber nicht um fünf oder sechs Uhr morgens aus dem Bett springen zu müssen, hat auch etwas für sich.

Im Urlaub braucht es keinen festen Zeitplan. Sie koordinieren jetzt Ihre Freizeit. Ein einfacher Gammeltag, an dem nichts gemacht wird, kann unglaublich erholsam sein. Legen Sie sich auf die faule Haut und schalten Sie ab. Tanken Sie Energie und überlegen Sie sich, was Sie in diesem Jahr mit Ihrem Garten anstellen wollen.

Blühende Vielfalt und genussvolle Snacks

Ein Großteil der blühenden Pflanzen wird im Frühjahr oder im Jahr zuvor im Herbst gesteckt. Natürlich gibt es im Laufe des Frühsommers noch Möglichkeiten, den Garten mit weiteren Blumen aufzuhübschen. Geranien, Fuchsien und Petunien sind nicht nur reine Balkonpflanzen. Sie setzen selbst im Garten wundervolle und vor allem farbenprächtige Akzente. Seien Sie ein wenig kreativ, was die Pflanzkübel angeht. Es müssen nicht immer die genormten Standard Töpfe aus dem Baumarkt sein. Haben Sie noch alte Zinkeimer oder Einweckkrüge von früher? Die sind eine perfekte Alternative. Sogar ausgediente Autoreifen können als Blumenkasten genutzt werden. 

Neben blühenden Schönheiten sind Obstsorten, wie Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren beliebt. Entweder als kleiner, frischer Snack zwischendurch oder im größeren Stil, um davon leckere Marmelade zu kochen. Darüber hinaus setzen die meisten Gartenbesitzer auf einen ökologischen Anbau. Sprich, auf natürlichen Dünger und umweltfreundliche Zusätze. Dabei steht nicht nur die Ernte im Fokus, sondern die Maßgabe, einen biologischen Lebensraum zu schaffen. 

Die Artenvielfalt im Garten ist erstaunlich. Diese zu schützen, sollte jedem bewusst sein. In einem wirklich guten Garten gibt es nicht nur akkurat geschnittenen Rasen, blühende Rosensträucher und üppige Tomatenpflanzen. Eine kleine, wilde Ecke ist das eigentliche Highlight. Es genügt ein abgetrennter Bereich, in dem die Natur sich selbst überlassen wird. Ein Paradies für Insekten und Kleintiere aller Art. 

Balkone als Alternative sehen

Wer leider keinen Garten sein Eigen nennt, muss dennoch nicht ganz auf ein bisschen Natur verzichten. Selbst auf kleinstem Raum lassen sich ein paar Pflanzen anbauen und der Sommer kann genossen werden. Wer den Balkon als Sonnenschutz nutzen möchte, kann unterschiedliche Varianten probieren. Dabei spielt die Ausrichtung eine wesentliche Rolle. Einen Balkon in südwestlicher Richtung erreicht die Sonne meist erst in den späteren Nachmittagsstunden. Da genügt mit Sicherheit ein kleiner zusätzlicher Schutz vor der Sonne. Anders sieht es bei Balkonen aus, die südöstlich beziehungsweise komplett gen Süden ausgerichtet sind. Da bedarf es deutlich mehr.

Fazit

In diesen Zeiten lernen die Menschen, die kleinen Dinge wieder zu schätzen. Der Blick geht mehr ins Detail und viele widmen sich viel intensiver ihrem Garten als zuvor. Dabei wird dieser nicht nur für den Anbau von Bio Obst und Gemüse genutzt, sondern dient jetzt als kleines Urlaubsparadies.

Author: Monica Reich-Wahl